Warum ist Maria traurig? Gewalt gegen Christliche Symbole geht weiter

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Münster berichtet am 03.12.13 von unbekannten Tätern, die seit Wochen
Christliche Symbole, wie Kreuze oder Bildstöcke zerstören. Die Polizei
schließt einen religiösen Hintergrund nicht aus.

Insgesamt zählt
die Polizei inzwischen 26 Fälle. Allein am letzten Wochenende kamen
sieben hinzu. Fälle von blinder Zerstörungswut gegen Bildstöcke und
Kreuze. Geschockt war auch Heinrich Westerkamp aus
Ibbenbüren-Laggenbeck. Er kümmert sich um eines der Prozessionshäuschen
im Ort, darin wurden am Wochenende zwei Skulpturen zerstört. Westerkamp
ist fassungslos: „Hier in Laggenbeck sind viele Menschen sehr betroffen
und viele fürchten, dass die Zerstörungsserie weitergeht.“ Die Täter
müssen sehr entschlossen vorgegangen sein, sie kletterten über ein
mannshohes Gitter mit scharfen Spitzen, um an die Figuren heranzukommen.

Ein
verbranntes Holzkreuz unter einer Autobahnbrücke bei Ibbenbüren, eine
gestohlene Statue in Saerbeck oder die zerschlagene Figur der Heiligen
Barbara in Ibbenbüren-Dickenberg. Die Heilige Barbara ist auch die
Schutzpatronin der Bergleute, erzählt Pfarrer Paul Greiwe. Immer wieder
seien Familien zu dieser Statue gekommen, um hier aus Dankbarkeit eine
Kerze anzuzünden. Aber auch diese Figur liegt nun im Gras neben ihrem Sockel – zertrümmert und mit abgeschlagenem Kopf.

Die
Polizei hat bislang keine heiße Spur. Allerdings vermutet sie, dass
mehr als Vandalismus im Spiel sein könnte. Da ein religiös motivierter
Hintergrund als Tatmotiv nicht auszuschließen ist, hat sich jetzt der
Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet.