Tagesheiliger – 11. November: St. Menas

Hl. Menas (Mennas)
Märtyrer – Geboren: 3. Jh. (?) in Ägypten – Gestorben: 295 (?) in Ägypten (?)
Patron der Kaufleute; zur Wiederauffindung verlorener Gegenstände; in schwerer Not.

Menas gehört zu den legendärischen Heiligen, war jedoch über Jahrhunderte hinweg eine der bedeutendsten Gestalten der christlichen Welt. Vor allem in Ägypten ist Menas bis heute der volkstümlichste Heilige überhaupt, und jeder Ägypten-Reisende kenne wahrscheinlich die Ausgrabungsstätten von Menas-Stadt südlich von Alexandria, mit denen zu Beginn dieses Jahrhunderts begonnen wurde. Menas-Stadt war einst rund um die Grabstätte des Märtyrers entstanden, da die vielen tausend Pilger Häuser, Kirchen und Spitäler benötigten.

Die Legende berichtet von Menas, dass er in der zweiten Hälfte des 3. Jh. lebte und aus Ägypten stammte. Er soll seinen Soldatendienst aufgegeben und sich als Einsiedler in die Einsamkeit zurückgezogen haben. Von Christenverfolgern des Kaisers Diokletian soll er dann verhaftet, gefoltert und schließlich wegen seines nicht zu brechenden Christenglaubens enthauptet worden sein.

Andere Überlieferungen sagen, Menas sei in Phrygien in der heutigen Türkei ermordet worden; die Reliquien sollen von dort nach Ägypten übertragen und beigesetzt worden sein, wo die Kamele stehenbleiben. Wieder andere Berichte erklären, Menas sei erst im 9. Jh. den Martertod gestorben und dies auch in einer ganz anderen Gegend.

Am Grab von Menas ereigneten sich zahlreiche Wunder, der Ort wurde später „altchristliches Lourdes“ genannt.

Darstellung: Menas ist als Soldat auf dem Pferd, einen Drachen besiegend, manchmal auch betend zwischen Kamelen, abgebildet. Vor allem in Ägypten gibt es zahlreiche Darstellungen.

 Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag