Tagesheilige 8. Oktober – Diener Gottes Viktrizius Weiß

Gemälde nach einem Foto aus dem Jahr 1910

                                        Gemälde nach einem Foto aus dem Jahr 1910

Provinzial, Mystiker OFMCap
Geboren 18. Dezember 1842 in Eggenfelden, Bayern
Gestorben 8. Oktober 1924 in Vilsbiburg, Bayern

In der Wallfahrtskirche Mariahilf  in der bayerischen Stadt Vilsbiburg ist einer der  bedeutendsten Kapuziner des bayerischen Raumes beigesetzt. Pater Viktrizius Weiß. Nach seinem Tod am 8. Oktober 1924 war der schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrte Pater zuerst auf dem Klosterfriedhof beerdigt worden. Nachdem die Zahl der Gläubigen, diw das Grab von Weiß besuchen wollten, aber immer größer wurde, überführte man den Leichnam 1927 in die Ordenskirche.

Anton Nikolaus Weiß kam am 18. Dezember 1842 in Eggenfelden an der Rott zur Welt, empfing 1866 die Priesterweihe und trat rund zehn Jahre später in Burghausen unter dem Namen Viktrizius dem Kapuzinerorden bei. Er hatte sich das Wort: „Du musst heilig werden“ zum Lebensinhalt gemacht.

Nachdem man die Fähigkeiten des Doktors der Theologie erkannt hatte, wurde er fünfmal hintereinander zum Bayerischen Ordensprovinzial ernannt. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche neue Klöster, der Kapuzinerorden erlebte unter Pater Weiß in Bayern einen enormen Aufschwung und Zuneigung seine Mitbrüder begleiteten den Pater während seiner gesamten Tätigkeit.

Die letzten 16 Jahre bis zu seinem Tod wirkte Viktrizius Weiß auf eigenen Wunsch als einfacher Seelsorger in Vilsbiburg, geliebt von der Bevölkerung. Schwere körperliche Leiden suchten ihn in dieser Zeit heim, doch in seinem Schmerz wurden ihm auch viele mystische Gnadenbeweise zuteil. Sein Tod 1924 wurde von allen, die ihn kannten, zutiefst betrauert.

Schon zu Lebzeiten stand der bescheidene Kapuzinerpater im Ruf der Heiligkeit. Der Seligsprechungsprozess für Viktrizius Weiß steht kurz vor seinem Abschluss.

Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag
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