Tagesheilige 30. April – Sel. Pauline vom Mallinckrodt

Sel. Pauline von Mallinckrodt
Ordensgründerin SCC
Geboren: 3. Juni 1817 in Minden, Nordrhein-Westfalen
Gestorben: 30. April 1881 in Paderborn, Nordrhein-Westfalen
Für ihr Werk, die Gründung der Kongregation der „Schwestern
der Christlichen Liebe“, wurde Pauline von Mallinckrodt am 14. April 1985 von
Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Die Schwesterngemeinschaft hat sich in Europa und bis nach
Nord- und Südamerika ausgebreitet und ist erfolgreich in der Armen-, Kranken-
und Blindenbetreuung tätig.
Den Anfang nahm Pauline von Mallinckrodts karitatives
Wirken, als sie 1840 in Paderborn eine Kleinkinderbewahrschule als
Tagesheimstätte gründete, um kranken Müttern die Sorge für ihre
unbeaufsichtigten Kinder abzunehmen. Zwei Jahre später nahm sie die ersten zwei
blinden Kinder auf und legte damit den Grundstein für eine kleine
Blindenanstalt, die 1847 zu Provinzial-Blindenanstalt erhoben wurde. Am 21.
August 1849 schließlich gründete die „Mutter der Blinden“ die Kongregation der
„Schwestern der Christlichen Liebe“, die sich zunächst die Betreuung und
Erziehung Blinder zur Aufgabe machte. Pauline selbst wurde erste Generaloberin.
Als die Ordensfrau erkannte, dass sich in der katholischen Mädchenerziehung ein
weiteres Aufgabenfeld stellte, gründete sie in der Folge Waisenhäuser mit
eigenen Schulen sowie Volksschulen, Verwahrschulen, Handarbeitsschulen und
Höhere Tochterschulen.
Die große Persönlichkeit von Pauline von Mallinckrodt erwies
sich, als ihr Werk in dem 1871 ausbrechenden Kulturkampf nahezu vernichtet wurde.
Sie suchte daraufhin neue Wirkungskreise und gründete
Niederlassungen in den USA und in Chile, in Böhmen, Lichtenstein und Belgien.
Trotz erheblich angegriffenen Gesundheit besuchte die Odensgründerin 1879 und
1880 noch einmal alle ihre Schwestern in Europa und Übersee; am 30. April 1881
starb sie. Am 4. Februar 1888 erfolgte die endgültige Approbation der
Ordenskonstitutionen.
Quelle:
Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag