Syrien: Aufständische entführten in Maalula zwölf Ordensfrauen

Gregorios III. Laham, melkitischer Patriarch von Antiochien
und dem Ganzen Orient mit Sitz in Damaskus, erklärte in einem Schreiben
an den Fidesdienst:

“Wir werden in diesem gesegneten Land bleiben, auch wenn
es zum Martyrium führen wird. Dies war bereits für einige unsere
Gemeindemitglieder der Fall: in Maalula, mussten die drei Christen
Michael Taalab, Antonios Taalab und Sarkis Zakhem sterben. Sie sind
wahre Märtyrer, denn sie wurden ermordet, weil sie ihren Glauben nicht
verleugnen wollten.” 

Das Operhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche
unierten griechisch-kath. Glaubensgemeinschaft äußert seine Sorge über
die erneute Belagerung des christlichen Dorfes Maalula durch
islamistischen Gruppen, die dort bereits 12 Schwestern des orthodoxen
Klosters der heiligen Tecla in Geiselhaft genommen haben.

Mit Freude erinnert sich der Patriarch an seine jüngste Begegnung mit Papst Franziskus:

“Wir haben mit dem Heiligen Vater für die Flamme der
Hoffnung gebetet, damit diese in unseren Herzen nicht ausgelöscht wird.
Mit Hilfe der Gebete des Papstes und seiner mutigen und dem Evangelium
entsprechenden prophetischen Initiativen, werden wir in diesem
gesegneten Land bleiben, denn Syrien ist die Wiege des Christentums”.

Nach Angaben von Gregorios III. Laham gibt es in Syrien 9
Millionen Binnenflüchtlinge. Über 1,2 Millionen Syrer haben im Libanon
Zuflucht gesucht: darunter rund 42.000 Christen. Insgesamt leben 450.000
syrische Christen (aller Konfessionen) im Ausland.

Wie der Patriarch mitteilt, kamen insgesamt rund 1200
Zivilisten, Soldaten, Schwestern und Priester gewaltsam ums Leben.
Mindestens 60 Kirchen wurden beschädigt.

Quelle: Fidesdienst