Mutterschaft Mariä

(seit 1931 allgemein gefeiert am 11. Oktober)

Heilige Mutterworte: – „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ – Ein Wort der Liebe zur jungfräulichen Reinheit und des Glaubens an Gottes Macht, dass er ihre Herzensneigung ihr sicher bewahren werde. – „Siehe ich bin die Magd des Herrn!“ – O welche Demut! Im Augenblick, wo ihr die höchste Erhöhung angeboten wird, erkennt und nennt sie sich bescheiden die Magd des Herrn. – „Mir geschehe nach deinem Worte!“

Der Wille Gottes findet im Herzen Mariens jetzt und immer ein bereitwilliges Echo. – „Magnificat . . . Hochpreiset meine Seele den Herrn . . .“ – Ein Lobgesang des Dankes auf Gottes Güte und des Vertrauens auf Gottes Barmherzigkeit und Macht. – „Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!“ – Ein Wort der liebenden Sorge und Angst um Jesus, ihr Göttliches Kind! . . . Wie oft hat Maria uns schon gesucht und – wo gefunden? „Herr sie haben keinen Wein mehr!“ – Ein Wort zartester Aufmerksamkeit und Nächstenliebe. – „Was er euch sagen wird das tut!“ Ein Wort liebender Mahnung, nur kein Misstrauen zu haben! Jesus wird ja tun, worum sie bittet.

Das sind liebe Worte, die uns zeigen, wie Maria Gott und uns liebt. Das sind liebe, heilige Mutterworte.

„Wer auf mich hört, der wird nicht zuschanden;
wer um mich sich bemüht, der sündigt nicht.“
(Festepistel; Sir. 24, 22.)

 

Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien. S. 313