Mariens Herz schlägt, liebt, leidet in Jesu Herzen

Pater Miguel Pro breitet die Arme aus vor seiner Erschießung, in der linken den Rosenkranz, in der rechten das Kruzifix.

„Mariens Herz schlägt, liebt, leidet in Jesu Herzen. Daher ihr tiefes Weh durch die 33 Jahre seines Erdenlebens, daher die Leidenssumme ohne Zahl, das unausdenkbare Schmerzensmaß unter dem Kreuze.“   (M. Wolter)

„Lass mich dir nah sein, liebste Mutter, um deine herbe Einsamkeit, dein tiefes Weh mit dir zu teilen! Lass mich zuinnerst fühlen das schmerzliche Klagen deines Blickes und dein bitteres Herzeleid! Was ich suche auf meinem Lebensweg, ist nicht die Wonne Bethlehems, nicht die Anbetung des Gotteskindes auf deinen jungfräulichen Armen, nicht der Genuß der trauten Gegenwart Jesu Christi in deinem Häuslein zu Nazareth, noch die Vereinigung mit dem Chor der Engel bei deiner Himmelfahrt. Was ich suche, was ich will in meinem Leben, das ist der Hohn und Spott von Golgatha, die Verdemütigungen deines Sohnes, seine Schmach und Entehrung: die Schmach des Kreuzes. Ich möchte nahe bei dir stehen, schmerzensreiche Jungfrau, aufrecht wie du, um mein Herz zu stärken mit deinen Tränen, mein Opfer zu besiegeln mit deinem Heldenopfer, meinen Geist aufzurichten an deiner Hingabe, meinen und deinen Gott zu lieben mit dem Opfer all meines Seins.“    (Gebet des Michael Pro SJ, Märtyrer, Mexico)

„Bei dem Kreuze Jesu standen Seine Mutter …“   (Joh. 19, 25.)

 

Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien