Huldigung an die Unbefleckte Jungfrau

Herrlich wie die Pracht der Sterne in der Winternacht, tröstend und segenspendend leucht das Geheimnis de Unbefleckten Empfängnis seit Jahren über die heilige Kirche. Die Augen aller Gläubigen sind darum in Dankbarkeit und Liebe, in Hoffnung und Vertrauen diesem Zeichen der göttlichen Erbarmung zugewandt. Von einem Pol zum anderen erschallt das Lob der Reinheit und Unschuld Marias; Himmel und Erde huldigen ihr als
der einzig Makellosen unter den Menschenkindern,
der Wiederbringerin unseres verlorenen Heiles,
der glorreichen Königin der Welt.
Jubelnden Herzens mischen, o reinste Jungfrau. Auch wir unsere Stimme in den rauschenden Preisgesang der Schöpfung. Denn wir wissen, daß du selbst das Stammeln der Unmündigen nicht verschmähst, daß du für die geringsten deiner Diener einen Blick der Barmherzigkeit hast.
„Sei uns gegrüßt“, rufen wir dir zu, „du duftende Himmelsblüte, Wunderwerk der göttlichen Allmacht, blendendweiße Lilie unter den Dornen unseres entarteten Geschlechtes! Sei uns gegrüßt, du Taube, die nach der Sintflut den Ölzweig des Friedens gebracht; du jungfräuliche Erde, aus welche der neue Adam ward; du Burg Gottes, in die der König der Könige niederstieg, um in ihr zu wohnen. Heil dir, Gebenedeite! Heil dir Allerseligste! Bring für uns alle Fürbitte dar bei deinen eingeborenen, aus dir entsprossenen Sohne, daß er sich unser erbarme um deiner Gebete willen!“  (Hl. Ephräm)
Quelle: Sonne Dich