Hl Margarete Maria Alacoque: Prüfungen zu Hause

Anfangs gedachte ihre Familie, sie in ein Ursulinenkloster zu schicken. Doch dann wurden ihre Mutter und ein Bruder so krank, dass sie die Pläne, ins Kloster zu gehen, vorerst aufgeben musste. Eines Tages beherbergte die Familie Alacoque einen Franziskanerpater während seiner Volksmission im Haus. Die Heilige Margarete Maria benutzte die Gelegenheit für eine Generalbeichte. Als der Priester die Tugendhaftigkeit des Mädchens erkannte und von ihrem Wunsche erfuhr, ein Gott geweihtes Leben zu führen, empfahl er ihr, ins Kloster zu gehen. Doch sie antwortete ihm, dass ihr Bruder als Stellvertreter des Vaters sich diesem Wunsche widersetze. Daraufhin sprach der Ordensmann mit ihrem Bruder und konnte ihn davon überzeugen, dass er seine Haltung ändern müsse. Damit hatten die Prüfungen zu Hause ein Ende. Doch andere, schmerzlichere Prüfungen erwarteten sie im Kloster der Visitandinnen in Paray-le-Monial, an das sie sich nun  richtete.

Unsere Heilige wurde am 20. Juni 1671 in diesem Kloster als Postulantin aufgenommen, erhielt am 25. August desselben Jahres das Ordenskleid und legte schließlich am 6. November 1672 die  feierlichen Gelübde ab. Damit war der Rahmen für die Entgegennahme der Botschaft des Heiligsten Herzens Jesu abgesteckt.

 

Quelle: Das Heiligste Herz Jesu – Hoffnung, Lösung und  Trost für einen jeden von uns – André Sá – Hrsg.: Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e. V. – TFP – Frankfurt am Main