Herz-Jesu-Verehrer: Heilige, Lehrer und Mystiker im Mittelalter

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090-1153)
Das Herz ist nach dem hl. Bernhard tief und unerforschlich und besteht aus den vier Gefühlen oder Affekten der Liebe,  der Furcht, der Freude und der Trauer. Das Herz ist der Ort, wo Christus durch den Glauben wohnt und wo hinein der Heilige Geist seine Liebe ausgießt.

Seliger Hermann Joseph (1150-1241)
Mit seinen Hymnen „Summi Regis Cor aveto“, „Ad Cor Jesu salutatio – Gruß an das Herz Jesu“ und „Jesus, den Bräutigam der Seele“ hat der sel. Hermann Joseph dem göttlichen herzen Jesu ein besonders schönes Denkmal der Liebe und Verehrung gesetzt.

Hl. Albertus Magnus (1193-1280)
Das Jesu Herz ist dem hl. Albertus Magnus Sinnbild der Liebe. Weil Christus in seinem Kreuzestod die größte Liebe bekundete, da er mehr als sein eigenes Leben nicht hätte hingeben können.Die Liebe, aus der das heiligste Herz für und gebrochen ist, ist noch größer als jene, die uns das Engelsbrot gab.

Hl. Mechthild von Magdeburg (um 1208/1210-1282 oder 1294)
Die hl. Mechthild sieht im Herzen Jesu vor allem das von de Liebe durchglühte innere Leben des Herrn, dem die Menschen mit Schmähungen antworten. Dieses Innere ist verkörpert in dem verwundeten,, feuerdurchglühten Herzen. Darum wollte sie Schmach und Schmerzen mit dem Herzen Jesu teilen und so in ihn ihre Ruhestätte finden: „Willst du aufrichtig dich bekehren, sieh deinen Bräutigam, des Weltalls Herrn. Sie wie er hängt am Kreuz hoch, vor aller Welt blutüberronnen, sein Auge voll Tränen und gebrochen, sein süßes Herz von Liebe ganz durchströmet. Gedenke des scharfen Speeres Wunde des scharfen Speeres Wunde, der niederdrang bis in des Herzens Tiefe, und weine über das, was du getan!“

Quelle Herz Jesu, ich vertraue auf Dich – Karl Schaffer – Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur ((DVCK) e. V., Frankfurt am Main