„Heiligstes Herz Jesu ich vertraue auf dich!“

„Heiligstes Herz Jesu ich vertraue auf dich!“ Hl. Kirche.

Das Herz-Jesu Bild. Aus dem heiligsten Herzen ragt das Kreuz hervor; es ist das Sinnbild des wahren Glaubens; er soll fest in unserem Herzen verankert sein, er lenkt unseren Blick beständig nach oben und vereinigt uns mit dem Heiland. Danken wir daher dem Herrn oft, wenn wir das Herz-Jesu Bild ansehen, dass wir katholisch sind!

Das heiligste Herz ist von einem Dornenkranz umgeben. Er ist das Sinnbild der Herzensbewachung und mahnt uns deshalb zur Haltung der Gebote.

Die heilige Seitenwunde erinnert uns daran, dass wir erlöst sind, und fordert uns auf zum Gottvertrauen. Denn der Heiland, der uns so sehr geliebt hat, dass er sein Blut für uns vergossen hat, kann uns in keiner Not verlassen. Gottvertrauen gibt uns Flügel, dass wir uns aufschwingen bis zum Herzen Gottes.

In Begleitung seines Vaters und eines Botanikers geht ein Knabe einen Berg hinan. An einer abschüssigen Stelle stehen besonders seltene Blumen, die der Botaniker für seine Sammlung haben möchte.
Der Knabe sagt: „Vater, halte mich an der Hand!“, und so betritt er die gefährliche Stelle und pflückt die Blumen. Als er sie dem Botaniker überreicht, fragt dieser:
„Kind, hast du dich denn nicht gefürchtet?“
„Nein“, antwortete der Knabe, „ich wußte es ja, der Vater läßt mich nicht aus.“

So wollen auch wir sprechen: „Ich weiß es ja, der liebe Gott läßt mich nicht aus!“

Aus dem heiligsten Herzen brechen Flammen hervor; sie mahnen uns an die einzig große Liebe des Heilandes, der sein Leben für uns geopfert hat, und an die Liebe, die wir zum Heiland haben müssen, auch wenn er unsere Treue durch Leiden prüft.

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Hl. Norbert, Stifter des Prämonstratenserordens; 1125 wurde er zum Erzbischof von Magdeburg gewählt. Als solcher zog Norbert am 13. Juli 1126 barfuß in die Stadt und in den Dom. Als er in den erzbischöflichen Palast wollte, wurde er wegen seiner ärmlichen Kleidung von dem Türhüter zurückgewiesen.
„Du hast mich besser erkannt und mit hellerem Auge schaust du mich an als die, welche mich zu diesem Palaste drängen, zu dem ich armer, niedriger Mensch nicht hätte erhoben werden sollen“, antwortete er dem Diener, als dieser ihn, von anderen aufmerksam gemacht, um Verzeihung bat.

Nachfolge Christi, 3.B. 30.K.: „Meine ja nicht, du seist ganz verlassen, wenn ich dir auch eine Zeitlang eine Trübsal zuschicke oder dir den gewünschten Trost entziehe; denn das ist der Weg, um in den Himmel zu kommen!“

Alles für Dich, o heiligstes Herz Jesu!

Quelle: „Sonne Dich“, DVCK e.V.