Heiliger Josef, du Bräutigam der Jungfrau Maria,…

 

lehre uns Maria anschauen, wie du sie angeschaut hast: mit der gleichen Ehrfurcht, mit dem gleichen Staunen, mit der gleichen Liebe. Du hast immer neu die herrlichen Anlagen ihrer Seele entdeckt und immer neue Freude daran gefunden: Hilf uns, die Heiligste Jungfrau anzuschauen und immer mehr ihre unvergleichliche Vollkommenheit zu entdecken.

Maria war so zurückgezogen, so schweigsam, so verborgen, daß du ganz nahe in inniger Vertrautheit mit ihr leben musstest, um den hohen Adel ihrer Seele schätzen zu lernen. Führe uns in diese innige Vertrautheit ein und hilf uns, die unsagbare Heiligkeit der Jungfrau, die Hochherzigkeit ihres Benehmens und die übernatürliche Liebenswürdigkeit ihrer Gegenwart zu verstehen.

Ihre Milde und Freundlichkeit waren das Glück des Häuschens von Nazareth: Lass uns sie entdecken in ihrem Antlitz, das sich über unser Leben neigt; lass uns ihre unerschöpfliche Güte Glauben. Wir möchten fähig werden, die Größe Mariens zu verstehen und ihre Gegenwart zu verkosten; darum bewahre uns in der Reinheit, die du selbst zur Verherrlichung Gottes und zur Ehre für deine Braut unbefleckt bewahrt hast. Möge unser Herz immer gerade und unser Bild immer rein sein, damit er verschmelzen kann mit dem Blick und dem Herzen der Unbefleckten Jungfrau!

 

Quelle: Maria sei gegrüßt – J. Galot SJ – Johannes-Verlag, Leutesdorf am Rhein