Freude und Erziehung

Was mit einem Strahl der Freude in Geist und Herz des Kindes hineingesenkt wird, selbstverständlich ohne dass je der Ernst der Erziehung und die Autorität des Erziehers außer acht bleibt, dringt tiefer ein, haftet fester in Geist und Gedächtnis, als was lediglich mit den Streichen der Rute dem Kind eingeprägt werden will. Förster wendet auf die „verstockten“ Pädagogen das Wort Cavours an:

„Mit dem Belagerungszustand kann jeder Esel regieren“. Der Lehrer und Erzieher steht in der Tat höher, der mit Sonnenstrahlen der Freude mehr erreicht als ein anderer mit scharfen Hieben. Der Lehrer, welcher es versteht, dem Schüler Freude am Unterrichtsgegenstand einzuflößen, hat gewonnenes Spiel; diese Freude wird ihm eine treuere Bundesgenossin und Lehrgehilfin sein als der Stock. Freude am Gebet, am Gottesdienst, an der Arbeit, an Akten der Selbstüberwindung und Nächstenliebe, – ist es gelungen, diese dem Kinde beizubringen, dann ist das Erziehungswerk auf die Höhe geführt, dann entwickelt sich der Charakter von selbst weiter – (Bischof Keppler)

„Die Leutseligkeit, die Liebe und die Demut sind Tugenden, die auf eine wundersame Weise dazu dienen, die Herzen der Menschen zu gewinnen und sie dahin zu bewegen, dass sie all dasjenige mit offenen Armen umfangen, was der menschlichen Natur am meisten widerstrebt!“ – (Hl. Vinzens von Paul)

„Verleumde niemand und glaube nicht, dass du durch das Tadeln anderer lobenswert erscheinst. Lerne mehr dein eigenes Leben ordnen, als das Leben anderer tadeln“. – (Hl. Paulinus)

 

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ – Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V., Frankfurt am Main