Fest der Reinheit Mariä

(19. Oktober)

Maria – unser Vorbild in ihrem ganzen Verhalten.

„Innerlich wie äußerlich war alles an Maria gediegen, alles Ebenmaß und Einheit. Die wunderbare Ordnung ihres Wesens übertraf weit die Harmonie, mit der Adam und Eva im Stande der Unschuld das Paradies verklärten

Jeder der Sinne folgt dem Wille, der Wille dem Verstande, der Verstand den Einsprechungen und dem Gesetze Gottes. Nur ein Wink des Gewissens, und Gottes leisester Wunsch war vollzogen, so vollkommen, dass auch nicht die Bewegung eines Fingers sich dem Gebote der Vollkommenheit entzog. Welche Bescheidenheit und Eingezogenheit in ihrem Betragen! Augen, Mund, Gebärde, Gang und Ton der Stimme predigte Milde, Ruhe, Sammlung, Liebe. Da war nichts gemacht, nichts berechnet, nichts verstellt. Ihre Haltung war edel, ernst, gerade und freundlich, zugleich Ehrfurcht und Bewunderung einflößend, liebenswürdig, ohne zu reizen, erhalten, ohne zurückzuschrecken, anziehend und doch Zurückhaltung gebietend.“   (P. Weiß OP.)

„Das Menschenherz schreit nach Mutterliebe, die Einsamen sollen nicht sagen: Für mich sind alle Sterne untergegangen und keine Hand streckt sich mir entgegen. Die Augen unserer himmlischen Mutter leuchten wie zwei Sterne, auch den Verlassenen, und ihre Hände strecken sich ihnen entgegen: Seht da eure Mutter!“  (Kard. Bertram)

„Alles geschehe mit Anstand und in Ordnung.“
(1 Kor. 14, 40.)

 

Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien