Es muss den Priestern gesagt werden

Welch ein Grund zur Scham und zum Erröten bildet der Umstand, dass gute, mit großer Feinfühligkeit des Glaubens und mit brennender Liebe für die Seelen versehene Laien weit über der Feigheit vieler meiner Diener stehen, die für ihre Aufgabe keine Zeit haben.

Sie finden diese zu wenig wichtig, für andere Dinge aber finden sie Zeit.

Sie haben keine Zeit zu ihrer eigenen Verteidigung und der ihnen anvertrauten Seelen, für die sie eines Tages Rechenschaft ablegen müssen vor Gott, dem nichts entgeht, vor Gott, der Entgelt fordert für jedes unnütze Wort. Die Verratenen Seelen werden strenge Anklage erheben wegen des verfehlten Guten, der erlittenen Niederlagen, des vollbrachten Bösen; denn jene, die sie auf dem Wege des Heiles hätten führen sollen, haben sie der Macht des Feindes überlassen.

Ich wiederhole mit aller Eindringlichkeit, dass böse Geister in der Kirche, in religiösen Gemeinschaften, in Klöstern und Pfarrhäusern, in der Gesellschaft, in Regierungen und Parteien, in den Völkern aktiv gegenwärtig sind.

Wo der Glaube bedrängt, die Reinheit zerstört wird, wo ein Verbrechen, eine Ungerechtigkeit geschieht, wo Streit entfacht, Entzweiung hervorgerufen, Gewalt angewendet, zu Bürgerkrieg und Revolutionen aufgerufen wir, da ist Satan dabei!

Das Tätigkeitsfeld Satans und seines Anhangs umspannt die ganze Erde.

Ein gut geführter Widerstand wäre erfolgreich. Er ist aber sehr gering und steht in keinem Verhältnis zur Macht des Feindes.

Man soll die Verantwortung für diese tragische Lage nicht Gott zuschieben; ihr allein seid verantwortlich dafür.

Diese erschreckenden Wirklichkeiten umfassen beide Reiche, das Reich der dunkelsten Finsternis und das Reich des Lichtes.

 

Quelle: Nicht ich, meine Söhne, habe diese Stunde gewollt – durch Msgr.: Ottavio Michelini – Werk der Barmherzigen Liebe – CH-6075 Grossteil OW – Schweiz (Seite 37)