Die zweite große Offenbarung des hl. Herzen Jseu

Wahrscheinlich fand die zweite große Offenbarung an einem der ersten Freitage des Jahres 1674 statt, denn auch mehrere der vorausgegangenen Erscheinungen hatte sich jahrelang jeweils am ersten Freitag eines Monats ereignet. Mit diesen wollte der Herr die heilige Margarete Maria für ihren Auftrag vorbereiten, Apostelin und Vorbild der Herz-Jesu-Verehrung zu sein.

In einem Brief an den Jesuitenpater Croiset beschreibt die Heilige diese Erscheinung wie folgt:

„Das göttliche Herz wurde mir wie auf einem Flammenthron ruhend gezeigt. Mit einer anbetungswürdigen Wunde strahlte es heller als die Sonne und war durchsichtig wie Kristall. Es war von einer Dornenkrone, dem Sinnbild der Beleidigungen, die unsere Sünden ihm zufügen, umschlungen. Auf dem Herzen aber stand ein Kreuz, das besagt, dass das Kreuz seit dem ersten Augenblick seiner Menschwerdung sein Begleiter war und dass sein Herz von Anfang an all die Bitternis spüren musste, die ihm Demütigung, Armut, Schmerzen und Verachtung seiner heiligen Menschheit während seines ganzen Lebens und Leidens zufügen sollten.

Er ließ mich wissen, das sein brennender Wunsch, von den Menschen geliebt zu werden und sie von dem Verderben zu befreien, in das der Satan sie massenhaft stürzt, ihn zu dem Vorhaben bewegt zu haben, sein Herz mit all den darin enthaltenen Schätzen der Liebe, Barmherzigkeit, Gnade, Heiligung und Erlösung den Menschen kundzutun, damit er diejenigen, die ihm Liebe, Ehre und Herrlichkeit zukommen lassen wollen, mit dem Übermaß der der göttlichen Schätze des Heiligsten Herzens überschütten könne, deren Quelle er ist, des göttlichen Herzens, das in der Gestalt dieses Herzens aus Fleisch, dessen Bild er ausgestellt wissen wollte, verehrt werden soll. Wo immer dieses Bild zur Verehrung ausgestellt würde, versprach er, seine Gnaden und seinen Segen zu verbreiten.

Die Verehrung sei eine letzte Anstrengung seiner Liebe, mit der er den Menschen in den letzten Jahrhunderten seiner liebevollen Erlösung zu Hilfe kommen wolle, um sie vom Reiche des Satans  zu befreien, das er zu zerstören gedenkt.“

 

Quelle: Das Heiligste Herz Jesu – Hoffnung, Lösung und Trost für einen jeden von uns – André Sá – Hrsg.:Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e. V. – TFP – Frankfurt am Main