Der Weg zur Liebe!

Zuerst der Glaube, der lebendige, bewusste Glaube. Die Liebe ist eine Hinneigung des Willens. Der Wille aber neigt sich nur zu dem, was der Geist vorher erkannt. Unbekanntes kann man nicht lieben. Wenn man Jesus mit den Augen des Glaubens gesehen und gehört hat, dann fängt man Feuer. Man muss ihn lieben. Seine unendliche Güte und Heiligkeit ziehen an. Wenn man Gott mit den Augen des Glaubens geschaut in der Sternenwelt, im Sonnenaufgang, in der Unendlichkeit des Meeres, in der Blume, im Herbstsegen, dann muss man ihn lieben.

Daher die Bedeutung der Betrachtung, der Vertiefung in die göttlichen Wahrheiten und Werke, des Wandels in der Gegenwart Gottes. Je mehr man an Gott denkt, je tiefer man sich in ihn versenkt, desto höher steigt die Temperatur der Liebe. Wer nicht oft an Gott denkt, liebt Gott nicht. Er bleibt kalt. Wenn deswegen Gott im Alten Bunde das Hauptgebot der Liebe verkündet, vergisst er nicht, in großer erzieherische Weisheit beizufügen: Es sollen diese Worte, die ich heute gebiete, in deinen Herzen sein. Du sollst sie deinen Kindern erzählen und sie betrachten, wenn du in deinem Hause sitzest und wenn du auf Reise bist, und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst, und du sollst sie an die Pfosten und Türen deines Hauses schreiben. Gott ist die Liebe.

„Christus fragt nicht nach Wissenschaft und Staatsexamen,
sondern nach der Liebe“

(Kardinal Faulhaber)

 

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. – Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V.