Der wahre Leib Christi

Da das Wort Fleisch wurde und eine wahre Menschennatur annahm, war Christus „im Leib begrenzt“. Infolgedessen läßt sich das Menschliche Antlitz Jesu „vor Augen stellen“ (Gal 3,1).

Auf den siebten Ökumenischen Konzil (2. K. v. Nizäa 787) hat die Kirche es als berechtigt anerkannt, Christus auf heiligen Bildern darzustellen.

Die Kirche hat auch von jeher anerkannt, daß wir „in der sichtbaren Gestalt des Erlösers den unsichtbaren Gott erkennen“ (MR, Präfation von Weihnachten). In der Tat bringen die individuellen Besonderheiten des Leibes Christi die göttliche Person des Gottessohnes zum Ausdruck. Dieser hat sich die Züge seines menschlichen Leibes sosehr zu eigen gemacht, dass sie in einer Abbildung auf einem heiligen Bild verehrt werden dürfen, denn der Gläubige, der sein Bild verehrt, „verehrt in ihm die Person des darin abgebildeten“ (2. K. v. Nizäa: DS 601)

 

Quelle: Katechismus der Katholischen Kirche – Oldenbourg   –   Benno   –   Paulusverlag   –   Veritas