Das Andenken an die Geschöpfe …

Das Andenken an die Geschöpfe zerstreut und schwächt unseren Geist sowohl beim Beten als auch bei der Arbeit. Aber das Andenken an Gott tut das nicht. Die Geschöpfe können unsere Kräfte bloß verbrauchen, aber nicht neue geben. Gott als Quelle aller Weisheit und Kraft, kennt keinen Kraftverbrauch, sondern spendet immer neue, reichlichere. Das Andenken an ihn vermehrt stets unsere Leistungsfähigkeit. Ein Blick auf ihn gibt immer neue Kraft un neuen Mut. Kleine Stoßgebete könnten wir sehr gut benutzen zu Sühnung aller in der letzten Stunde begangenen Fehler. Davon darf sich nichts anhäufen. Die ungestörte Wirksamkeit der Gnade setzt vollkommene Reinheit voraus; kein Stäubchen kann sie dulden. Aber wie viel Staub setzt sich täglich an …!

(Nach P. Gier SVD)

Kleine Stoßgebete verrichten – ist wie ein Atemschöpfen in himmlischer Luft, ist wie ein Trinken aus himmlischen Quellen, ist wie ein Essen von himmlischem Brote: Diese Übung ist so leicht – diese Übung macht so reich!

„Auf allen deinen Wegen denke ich an ihn!“  (Spr. 3, 6.)

Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien